Ortstermin in Grevenbroich

Bei einem Ortstermin in Grevenbroich haben sich die Mitglieder des Planungsausschusses des Regionalrates Düsseldorf ein Bild von der Fläche „Am Hammerwerk“ gemacht, die Gegenstand der 26. Änderung des Regionalplans Düsseldorf ist. Das rund 13,8 Hektar große Areal westlich der Innenstadt ist bislang als Allgemeiner Siedlungsbereich mit Zweckbindung für Gewerbe (ASB-GE) ausgewiesen und soll künftig teilweise als Allgemeiner Siedlungsbereich (ASB) neu geordnet werden, um eine stärkere Wohn- und Mischnutzung zu ermöglichen.

Die Stadt Grevenbroich plant dort mit dem Bebauungsplan „Quartiersentwicklung Am Hammerwerk“ die Entwicklung eines Urbanen Gebiets mit Wohnungen, wohnortnahen Dienstleistungen, sozialen Einrichtungen und einer Kindertagesstätte. Ziel ist insbesondere die Schaffung zusätzlichen Wohnraums für Familien, Senioren und Singles, darunter auch sozial geförderte und betreute Wohnangebote.

Während des Ortstermins wurde jedoch auch deutliche Kritik von ansässigen Unternehmen an den Planungen geäußert. Vertreter mehrerer Betriebe schilderten die seit Jahren bestehende Unsicherheit am Standort. Nach Angaben der Gewerbetreibenden seien seit 2022 Kündigungen ausgesprochen oder lediglich kurzfristige Vertragsverlängerungen in Aussicht gestellt worden. Dadurch fehle es den Unternehmen an verlässlicher Planungs- und Investitionssicherheit.

Besonders kritisch sehen die Betroffenen, dass der bestehende Leerstand aus ihrer Sicht nicht Ausdruck mangelnder Nachfrage sei, sondern durch den Eigentümer der Immobilie selbst verursacht worden sei. So seien mehreren Mietern gekündigt worden, während andere Flächen trotz konkreter Anfragen seit Jahren nicht neu vermietet würden. Auch Erweiterungswünsche bestehender Betriebe seien bislang nicht umgesetzt worden.

Die Unternehmen widersprechen daher der Darstellung, die Fläche habe ihr gewerbliches Potenzial verloren. Vielmehr sei der Standort weiterhin nachgefragt und biete Raum für Arbeitsplätze, Dienstleistungen und Gesundheitsangebote.

An dem Standort seienzahlreiche Arbeitsplätze angesiedelt, die bei einer Verlagerung oder Schließung teilweise nicht innerhalb Grevenbroichs ersetzt werden könnten, da geeignete Gewerbeflächen fehlten.

Die Industrie- und Handelskammer Mittlerer Niederrhein sowie die Handwerkskammer Düsseldorf hatten sich bereits im Verfahren kritisch gegenüber der Umwandlung von Gewerbeflächen ausgesprochen und vor dem Verlust wichtiger Entwicklungsflächen für Betriebe gewarnt.

Die Regionalplanungsbehörde verweist hingegen darauf, dass bereits heute eine innerstädtische Gemengelage mit Einzelhandel, Gewerbe und vereinzelten Wohnnutzungen bestehe. Die geplante Änderung schaffe daher keine völlig neue Situation, sondern reagiere auf bestehende strukturelle Entwicklungen und Nutzungskonflikte.

Die Stellungnahmen der Behörden, Kammern und betroffenen Unternehmen sollen nun in die weitere Abwägung des Verfahrens einfließen.

Verabschiedung langjähriger Mitglieder

Mit dem Ende der aktuellen Wahlperiode verabschiedet die FDP/FW-Fraktion im Regionalrat Düsseldorf mehrere langjährige und engagierte Wegbegleiter.

Unser besonderer Dank gilt Otto Laakmann, der den Regionalrat über mehr als zwei Jahrzehnte geprägt hat. Seit 2001 war er Mitglied des Regionalrates Düsseldorf, viele Jahre davon als Fraktionsvorsitzender der FDP-Fraktion. Mit großer Sachkenntnis, Verlässlichkeit und kommunalpolitischer Erfahrung hat er die Arbeit der Fraktion und insbesondere die regionalpolitischen Debatten entscheidend mitgestaltet. Auch nach seiner aktiven Zeit als Regionalratsmitglied blieb er der regionalen Zusammenarbeit verbunden und engagierte sich weiterhin als sachkundiger Bürger.

Ebenso verabschieden wir Dr. Hans-Joachim „Jochen“ Grumbach, der seit 2010 die Zusammenarbeit zwischen FDP und Freien Wählern im Regionalrat begleitet und mitgestaltet hat. Als Mitglied der gemeinsamen FDP/FW-Fraktion setzte er wichtige Akzente insbesondere in den Bereichen Mobilität, Umwelt und Planung. Sein ruhiger, sachorientierter und stets konstruktiver Stil wurde in der Fraktion und darüber hinaus sehr geschätzt.

Die Zusammenarbeit zwischen FDP und Freien Wählern hat sich über viele Jahre bewährt und wurde seit 2014 in einer gemeinsamen Fraktionsgemeinschaft erfolgreich fortgeführt. Beide haben hierzu einen wichtigen Beitrag geleistet.

Nicht zuletzt gilt unser Dank auch Frank Gerhard von den Freien Wählern, der der künftigen Fraktion ebenfalls nicht mehr angehören wird. Leider konnte er bei der Verabschiedung nicht persönlich anwesend sein. Wir danken ihm herzlich für sein Engagement und die vertrauensvolle Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren.

Die FDP/FW-Fraktion bedankt sich bei allen ausscheidenden Mitgliedern für ihren langjährigen Einsatz für die Region Düsseldorf und wünscht ihnen persönlich wie politisch alles Gute für die Zukunft.

Regionalrat hat sich konstituiert – FDP und FWG bilden starke Fraktionsgemeinschaft im Regionalrat Düsseldorf

In der konstituierenden Sitzung des Regionalrates Düsseldorf hat sich die FDP/FWG-Fraktionsgemeinschaft offiziell gebildet. Damit bündeln Freie Demokraten und Freie Wähler Gemeinschaft NRW ihre Kräfte, um die kommunalen Interessen mit klarer liberaler und unabhängiger Handschrift in die Regionalpolitik einzubringen.

Dem neuen Regionalrat gehören für die FDP Bernd KuckelsKarin van der Most und Günter Kopp an. Für die FWG-NRW ist Dr. Martina Flick Mitglied des Gremiums. Gemeinsam bilden sie die Fraktionsgemeinschaft von FDP und FWG im Regionalrat Düsseldorf.

Unterstützt wird die Fraktion durch die sachkundigen Bürger Kay Ehrhard und Ulrich G. Müller (beide FDP) sowie Carsten Thiel und Patricia Gerlings-Hellmanns (beide FWG-NRW). Mit dieser personellen Aufstellung verbindet die Fraktionsgemeinschaft kommunalpolitische Erfahrung mit fachlicher Expertise.

Der Regionalrat Düsseldorf trifft grundlegende Entscheidungen für die Entwicklung der Städte und Kreise im Regierungsbezirk. Er beschließt den Regionalplan und steuert damit zentrale Weichenstellungen in den Bereichen Wohn- und Gewerbeflächen, Infrastruktur, Mobilität, Freiraumschutz sowie wirtschaftliche Entwicklung. Zudem wirkt er bei Förderprogrammen des Landes Nordrhein-Westfalen mit und begleitet strukturpolitische Projekte.

Für FDP und FWG steht fest: Regionale Planung muss kommunalfreundlich, wirtschaftsorientiert und nachhaltig sein. Die Fraktionsgemeinschaft wird sich für ausreichend Flächen für Wohnen und Gewerbe, für eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur sowie für Planungssicherheit für Städte und Gemeinden einsetzen. Ziel ist es, Wachstum, Klimaschutz und Lebensqualität in Einklang zu bringen.

Mit der neuen Fraktionsgemeinschaft setzen FDP und FWG im Regionalrat Düsseldorf ein klares Signal für sachorientierte Zusammenarbeit und eine starke Stimme der Kommunen in der Region.

Neue Wahlperiode 2026-2030 hat begonnen

Der Regionalrat hat sich am 19. Februar 2026 in der Bezirksregierung Düsseldorf zu seiner konstituierenden Sitzung getroffen.

 

Der FDP/FWG-Fraktion gehören in dieser Wahlperiode an:
Bernd Kuckels
(FDP Mönchengladbach)
Fraktionsvorsitzender
Karin van der Most
(FDP Wuppertal)
Fraktionsgeschäftsführerin
Günter Kopp
(FDP Kaarst)
Stellv. Fraktionsvorsitzender
Dr. Martina Flick
(FWG-NRW, Grevenbroich)
Stellv. Fraktionsvorsitzende

Unterstützt werden die vier Mitglieder durch vier sachkundige Bürger:
– Kay Ehrhardt (FDP, Rheudt)
– Ulrich G. Müller (FDP, Solingen)
– Carsten Thiel (FWG-NRW, Grevenbroich)
– Patricia Gerlings-Hellmanns (FWG, Kerken)

 

Der 63-köpfige Regionalrat setzt sich insgesamt zusammen aus:

  • CDU-Fraktion: 23 Mitglieder
  • SPD-Fraktion: 14 Mitglieder
  • Fraktion Bündnis ´90/Die Grünen: 9 Mitglieder
  • AFD-Fraktion: 8 Mitglieder
  • FDP/FWG-Fraktion: 4 Mitglieder
  • Linke/Die Partei-Fraktion: 4 Mitglieder
  • BSW: 1 Mitglied

Als Vorsitzender des Regionalrates wurde der Düsseldorfer Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller gewählt. Seine Stellvertreter sind Klaus Jürgen Resse (SPD) und Iris Bellstedt (Bündnis90/Die Grünen)

 

Leistungsbilanz der Regionalratsperiode 2021-2025

Der Regionalrat Düsseldorf und die in ihm vertretenen Fraktionen haben über ihre Arbeit in der vergangenen Amtsperiode Rechenschaft abgelegt und dies wieder in einer Broschüre veröffentlicht. Die Leistungsbilanz können Sie hier herunterladen: https://www.brd.nrw.de/Regionalrat/Leistungsbilanzen-des-Regionalrates-Duesseldorf

Die Leistungsbilanzen der vorherigen Amtsperioden finden Sie auf der Homepage der Bezirksregierung.

Leistungsbilanz der FDP/FW-Fraktion im Regionalrat Düsseldorf Wahlperiode 2020 – 2025


Zusammenarbeit und personelle Entwicklung
FDP und Freie Wähler haben in der Wahlperiode 2020 – 2025 gemeinsam eine Fraktion gebildet. Damit konnte die bewährte Zusammenarbeit der Freien Demokraten mit den Freien Wählern im Regionalrat erfolgreich fortgeführt werden. Die FDP/FW-Fraktion war mit drei Mandatsträgern im Regionalrat und mit sieben sachkundigen Bürgerinnen und Bürgern in den Fachausschüssen vertreten. Damit konnten wir fast den gesamten Planungsraum des Regionalrates abbilden.
Am 05. Juni 2025 ist unser Fraktionsvorsitzender Hans Lothar Schiffer (FDP) verstorben. Bis kurz vor seinem Tod hat er sich mit unermüdlicher Hingabe für den Strukturwandel in unserer Region eingesetzt. Als Vorsitzender unserer Fraktion prägte er seit 2014 maßgeblich die Arbeit im Regionalrat Düsseldorf, dem er seit 2010 angehörte. Ulrich G. Müller (FDP) ist für Hans Lothar Schiffer in den Regionalrat nachgerückt. Bernd Kuckels (FDP) wurde zum neuen Fraktionsvorsitzenden gewählt. Dr. Jochen Grumbach (FW) und Ulrich G. Müller sind seine Stellvertreter.
Die FDP/FW-Fraktion im Regionalrat Düsseldorf hat in der laufenden Wahlperiode Verantwortung übernommen, wichtige Zukunftsthemen gestaltet und konkrete Beiträge für die Weiterentwicklung unserer Region geleistet. Dabei war uns stets wichtig, wirtschaftliche Stärke, Lebensqualität und Nachhaltigkeit in Einklang zu bringen.

Arbeitsweise im Regionalrat
Ein besonderes Kennzeichen unserer Arbeit: Vor wichtigen Entscheidungen verschafft sich der Regionalrat vor Ort ein eigenes Bild der Situation. Diese Praxis hat zu transparenten, nachvollziehbaren und verantwortungsbewussten Beschlüssen beigetragen.
Darüber hinaus trifft sich der Regionalrat einmal im Jahr zu einer zweitägigen Klausurtagung, um intensiv über strategische Zukunftsthemen zu beraten. Die FDP/FW-Fraktion war bei diesen Tagungen stets nahezu vollzählig vertreten und hat die Debatten aktiv mitgestaltet.

Thematische Schwerpunkte und Erfolge

  1. Festlegung von Windenergieflächen (18. Änderung des Regionalplans Düsseldorf)

    Die FDP/FW-Fraktion im Regionalrat Düsseldorf hat der 18. Änderung des Regionalplans zur Festlegung von Windenergieflächen nach intensiver Beratung zugestimmt. Mit dieser Entscheidung übernehmen wir Verantwortung für den notwendigen Erfolg der Energiewende – zugleich haben wir die Interessen von Kommunen, Anwohnern und der regionalen Wirtschaft so weit wie möglich berücksichtigt.

    Unsere Leistungen und Positionen:

    Verantwortungsbewusste Zustimmung: Wir haben die Planänderung trotz bestehender Bedenken mitgetragen, weil nur ein rechtzeitig beschlossener Regionalplan die notwendige Steuerungswirkung entfaltet und die Region vor einem ungesteuerten Wildwuchs von Windkraftanlagen schützt.

    Enge gesetzliche Vorgaben benannt: Die FDP/FW-Fraktion hat transparent gemacht, dass die Region Düsseldorf besonders stark belastet wird. Während das gesetzliche Flächenziel für NRW bis 2027 bei 1,1 % und bis 2032 bei 1,8 % liegt, muss unsere Region 70–75 % der theoretischen Flächenpotenziale ausweisen – der höchste Wert aller Planungsregionen in Nordrhein-Westfalen.
    Kommunale Belange ernst genommen: Wir haben die Anregungen und Bedenken betroffener Kommunen, Anwohner und Bürgerinitiativen in die Beratungen eingebracht. Tatsächlich wurden an zahlreichen Stellen Ausweisungen zurückgenommen oder reduziert. Dennoch war aufgrund der bindenden Vorgaben eine vollständige Entlastung nicht möglich.

    Rechtsstaatliche Planung gesichert: Wir haben betont, dass eine konsistente Planung nach einheitlichen, sachlich-fachlichen Kriterien erforderlich ist. Politisch motivierte Abweichungen zur Beruhigung örtlicher Konflikte hätten die Rechtmäßigkeit des gesamten Planwerks gefährdet.

    Spielräume offengelegt: Am Beispiel des Reichswalds (1.750 ha Flächenpotenzial, wovon lediglich 64 ha genutzt werden) haben wir gezeigt, wie begrenzt die Möglichkeiten sind, regionale Besonderheiten zu berücksichtigen. Damit wurde nachvollziehbar gemacht, weshalb in anderen Teilen der Region kaum Ausweichflächen zur Verfügung stehen.

    Akzeptanz gestärkt: Wir haben deutlich gemacht, dass die nach der ersten Offenlage erfolgten Änderungen belegen, dass Einwendungen von Bürgern und Kommunen sehr wohl Beachtung gefunden haben – auch wenn nicht jeder Wunsch erfüllt werden konnte.

    Zusammenarbeit gewürdigt: Unsere Fraktion hat die Arbeit der Regionalplanungsbehörde ausdrücklich anerkannt. In enger Zusammenarbeit mit Verwaltung und anderen Fraktionen wurde ein rechtssicheres und fachlich tragfähiges Gesamtwerk erarbeitet.

    Die Energiewende braucht klare und verbindliche Planungsgrundlagen. Ohne einen beschlossenen Regionalplan wäre die Region Düsseldorf gezwungen, Genehmigungen für Windkraftanlagen ohne Steuerungsmöglichkeiten zu erteilen – mit erheblichen Folgen für Landschaftsbild, Akzeptanz und Planungssicherheit. Mit unserer Zustimmung haben wir dafür gesorgt, dass der Ausbau der Windenergie in geordneten Bahnen verläuft, die gesetzlichen Ziele erfüllt werden und zugleich die Interessen von Bevölkerung und Kommunen nach Kräften berücksichtigt bleiben.

  2. Sicherung von Gewerbeflächen

    Die FDP/FW-Fraktion im Regionalrat Düsseldorf hat sich in der laufenden Wahlperiode konsequent für den Erhalt und die Sicherung von Industrie- und Gewerbeflächen eingesetzt. Wir sehen darin eine zentrale Voraussetzung für wirtschaftliche Entwicklung, Innovationskraft und zukunftssichere Arbeitsplätze in unserer Region.
    Wir haben uns dafür stark gemacht, dass bestehende Industrie- und Gewerbeflächen nicht leichtfertig in andere Nutzungen umgewandelt werden. Damit verhindern wir eine schleichende Aushöhlung der Wirtschaftsstruktur und schaffen Verlässlichkeit für Unternehmen, die langfristig planen.
    Eine leistungsfähige regionale Wirtschaft ist nur möglich, wenn Unternehmen ausreichend geeignete Flächen für Produktion, Logistik, Dienstleistungen und Forschung zur Verfügung haben. Der zunehmende Konkurrenzdruck zwischen Wohnen, Gewerbe, Infrastruktur und Freiraum macht eine klare Prioritätensetzung notwendig. Die FDP/FW-Fraktion stellt sich dieser Verantwortung, indem sie für Planungssicherheit, Zukunftsfähigkeit und Standortqualität eintritt.
    Vor-Ort-Besichtigungen: Vor wichtigen Entscheidungen hat sich der Regionalrat die Gebiete stets vor Ort angeschaut. Das schafft Transparenz und eine realistische Grundlage für verantwortungsvolle Beschlüsse.

  3. Sanierung von Brückenbauwerken

    Die FDP/FW-Fraktion im Regionalrat Düsseldorf hat das Thema Brückensanierungen frühzeitig auf die Tagesordnung gebracht und mit Nachdruck die Bedeutung intakter Infrastruktur für die gesamte Region betont.
    Wir haben darauf hingewiesen, dass marode Brücken und damit verbundene Verkehrseinschränkungen die Leistungsfähigkeit unserer Region erheblich beeinträchtigen. Lieferketten, Pendlerverkehre und Logistikströme geraten ins Stocken – mit spürbaren Folgen für die Wirtschaft.
    Auch wenn die unmittelbare Zuständigkeit bei Bund und Land liegt, haben wir erreicht, dass der Regionalrat das Thema intensiv diskutiert und die Dringlichkeit zur beschleunigten Sanierung von Brückenbauwerken klar hervorgehoben hat. Damit haben wir ein klares Signal an Land, Bund und Straßenbaubehörden gesendet.
    Wir haben die Infrastruktur nicht nur als verkehrspolitische Frage gesehen, sondern die Folgen für Arbeitsplätze, Investitionen und die Standortqualität in der Region deutlich gemacht.
    Die Region Düsseldorf ist ein zentraler Wirtschafts- und Logistikstandort in Deutschland und Europa. Verlässliche Verkehrswege sind die Grundvoraussetzung für Wettbewerbsfähigkeit, Wachstum und Beschäftigung. Marode Brücken gefährden diese Basis. Die Sicherheit unserer Infrastruktur ist uns ein besonderes Anliegen. Unser Ziel ist es, die Verkehrssicherheit zu gewährleisten und die Infrastruktur nachhaltig zu verbessern. Dabei haben wir auf eine transparente Planung und eine effiziente Mittelverwendung gedrängt.

  4. Flächensuche für den neuen Bayer04-Campus

    Ein weiteres noch nicht abgeschlossenes Thema der zurückliegenden Sitzungsperiode ist das geplante Sportleistungszentrum des Fußball-Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen in Monheim am Rhein. Hintergrund ist der notwendige Umzug des bisherigen Trainingszentrums an der BayArena, das durch den geplanten Ausbau der A1/A3 nicht mehr zur Verfügung stehen wird.
    Die FDP/FW-Fraktion begleitet den Planungsprozess von Beginn an kritisch-konstruktiv. Neben intensiven Beratungen im Regionalrat haben wir vor Ort sowohl das vorgesehene Gelände südlich der Ida-Siekmann-Straße in Monheim besichtigt und mit Bürgerinnen und Bürgern gesprochen als auch die Situation am bestehenden Standort in Leverkusen in Gesprächen mit Bayer 04 in den Blick genommen.
    Die Beratungen haben gezeigt, dass die Planungen weit über eine rein sportliche Dimension hinausgehen. Fragen des Arten- und Klimaschutzes, der Stadtentwicklung sowie der Akzeptanz in der Bevölkerung spielen eine zentrale Rolle. So dokumentieren unabhängige Gutachten geschützte Lebensräume und verweisen auf mögliche Eingriffe durch Lärm, Licht und Versiegelung. Hinzu kommt, dass das Plangebiet klimatisch eine wichtige Funktion für die nächtliche Frischluftversorgung der angrenzenden Wohngebiete erfüllt. Diese Kaltluftzufuhr würde durch eine Bebauung zwar nicht gänzlich unterbrochen, aber spürbar geschwächt.

    Die FDP/FW-Fraktion hat in den Beratungen deutlich gemacht, dass eine verantwortungsvolle Abwägung zwischen den sportlichen Interessen des Vereins, den Belangen des Umweltschutzes und den Sorgen der Monheimer Bürgerschaft zwingend erforderlich ist. Wir setzen uns dafür ein, dass eine endgültige Entscheidung erst dann fällt, wenn die vorliegenden Gutachten vollständig ausgewertet, die rechtlichen Rahmenbedingungen geklärt und die Ergebnisse des laufenden Beteiligungsprozesses – einschließlich der geplanten Workshops – berücksichtigt sind.
    Damit leisten wir einen Beitrag zu einer transparenten und ergebnisoffenen Diskussion, die nicht nur die sportlichen, sondern auch die ökologischen und städtebaulichen Belange ernst nimmt.

Fazit
Die FDP/FW-Fraktion im Regionalrat Düsseldorf hat in der Wahlperiode 2020–2025 Verantwortung übernommen: für wirtschaftliche Entwicklung, für eine leistungsfähige Infrastruktur, für eine geordnete Energiewende und für eine nachhaltige Zukunftsgestaltung.

FDP/FW-Fraktion im Regionalrat Düsseldorf besucht saniertes Schloss Burg

Die FDP/FW-Fraktion im Regionalrat Düsseldorf hat das umfassend sanierte Schloss Burg besucht und sich vor Ort ein Bild von den abgeschlossenen Maßnahmen gemacht. Gregor Ahlmann, Direktor von Schloss Burg, führte die Fraktionsmitglieder durch die neu gestalteten Bereiche und erläuterte die Vielzahl der baulichen und konservatorischen Arbeiten, die in den vergangenen Jahren durchgeführt worden sind.

Im Rahmen der Sanierung wurde Schloss Burg nicht nur denkmalgerecht modernisiert, sondern auch nachhaltig für zukünftige Generationen gesichert. Die Arbeiten umfassten unter anderem die Instandsetzung der historischen Mauern, die Erneuerung der Dachkonstruktionen, konservatorische Maßnahmen zur Sicherung bedeutender Bau- und Kunstobjekte sowie den Ausbau der musealen Infrastruktur. Auch die Presse hatte in den vergangenen Monaten ausführlich über die Fortschritte und Herausforderungen des Großprojekts berichtet, das zu den bedeutendsten Denkmalsanierungen in Nordrhein-Westfalen zählt.

Die Mitglieder der FDP/FW-Fraktion zeigten sich äußerst beeindruckt von der Qualität der Sanierungsmaßnahmen und dem Engagement aller Beteiligten. „Schloss Burg ist ein kulturelles und historisches Juwel unserer Region. Die Sanierung zeigt eindrucksvoll, wie verantwortungsvoll und zukunftsgerichtet mit unserem historischen Erbe umgegangen wird“, betonte der Vorsitzende der Fraktion, Bernd Kuckels im Anschluss an den Rundgang.

Die Fraktion dankte Direktor Gregor Ahlmann und seinem Team für die hervorragende Arbeit und für die umfassenden Einblicke. Die Sanierung stelle einen wichtigen Impuls für den Tourismus, die regionale Identität und die kulturelle Bildungsarbeit in der Region dar.

FDP-/FW-Fraktion besichtigt Gelände der Landesgartenschau Neuss 2026 – positives Fazit & konstruktiver Blick auf Zukunft der Stadt Neuss

Auf Einladung der Geschäftsführung der Landesgartenschau hatten Mitglieder der Fraktion FDP/Freie Wähler im Regionalrat Düsseldorf die Gelegenheit, sich vor Ort ein Bild vom Stand der Vorbereitungen der Landesgartenschau 2026 zu machen. Unter Begleitung von Annette Nothnagel, Geschäftsführerin der Landesgartenschau Neuss 2026 GmbH, informierte sich die Fraktion über die Planungen, den aktuellen Baufortschritt und die städtebaulichen Entwicklungen rund um das Gelände der ehemaligen Galopprennbahn.

Bereits beim Rundgang wurde deutlich: Die Vision eines grünen, lebendigen Bürgerparks nimmt konkrete Gestalt an. Auf der rund 38-Hektar-Fläche entstehen mehr als 2.200 neue Bäume, weitläufige Grünflächen, Spiel-, Sport- und Freizeitangebote sowie attraktive Biotope mit Wiesen, Teich und naturnahen Bereichen.

Besonders beeindruckte die Fraktion der Wandel der ehemaligen Rennbahn hin zu einem zeitgemäßen Park: Spielplätze, Freizeitanlagen, floristische Schaugärten und Grünräume – mit Blick auf nachhaltige Stadtentwicklung und Verbesserung der Lebensqualität.

„Es ist bemerkenswert, wie aus einer alten Rennbahn eine grüne Oase mitten in der Stadt entsteht“, so der Vorsitzende der Fraktion Bernd Kuckels nach der Besichtigung. Die Landesgartenschau biete nicht nur ein temporäres Event, sondern mit Blick auf die Zukunft einen dauerhaften Gewinn für Neuss und seine Bürgerinnen und Bürger.

Die Landesgartenschau 2026 wird, so Nothnagel, weit mehr sein als ein Fest für Gartenfreunde: Der neue Park – künftig „grünes Herz Neuss“ – fungiert als zentrales Verbindungselement zwischen Innenstadt, Hafen und Rhein. 

Die Fraktion sieht die Landesgartenschau als wichtige Chance für eine nachhaltige, lebenswerte Entwicklung der Stadt. Sie begrüßt ausdrücklich:

  • die geplante langfristige Nachnutzung der Grünflächen und Spiel- / Freizeitangebote,
  • die Einbindung der Neusser Bevölkerung und die Mitmachangebote,
  • die städtebauliche Aufwertung und das verbindende Konzept zwischen Innenstadt, neuem Stadtteil und Rheinlage,
  • sowie die gute Mischung aus Nachhaltigkeit, Naherholung und urbaner Lebensqualität.

Ab dem 16. April 2026 öffnet die Landesgartenschau ihre Tore – für 179 Tage, mit über 1.000 Veranstaltungen und einem grünen, lebendigen Park mitten in Neuss. 

FDP/FW-Fraktion nach Vor-Ort-Besichtigung: Umwidmung der GIB-Fläche am ehemaligen Schaeffler-Gelände grundsätzlich möglich – dennoch sorgfältige Abwägung notwendig

Die FDP/FW-Fraktion im Regionalrat Düsseldorf hat am 10. September gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Stadt Wuppertal das ehemalige Schaeffler-Gelände besichtigt, das als möglicher Standort für den Neubau einer Multifunktionsarena geprüft wird. Die Halle soll künftig als Trainings- und Heimspielstätte des BHC dienen und gleichzeitig multifunktional für Veranstaltungen genutzt werden.

Aktuell ist die Fläche im Regionalplan Düsseldorf als Gewerbe- und Industriegebiet (GIB) ausgewiesen. Für die Realisierung einer Arena wäre jedoch eine Änderung in eine „ASB-Fläche“ (Allgemeiner Siedlungsbereich)erforderlich.
Nach der Begehung bewertet die FDP/FW-Fraktion diese Umwidmung als grundsätzlich vorstellbar.

„Wir treten seit Jahren für den Erhalt von Gewerbe- und Industrieflächen ein – besonders in Wuppertal, wo solche Flächen knapp und wirtschaftlich wertvoll sind“, betont Bernd Kuckels, Fraktionsvorsitzender. „Dennoch müssen wir jeden Standort differenziert betrachten. Die spezifischen Rahmenbedingungen am ehemaligen Schaeffler-Gelände und die besondere Bedeutung des BHC als sportliches Aushängeschild der gesamten Region sprechen dafür, die Option einer ASB-Darstellung ernsthaft zu prüfen.“

Die Fraktion weist gleichzeitig darauf hin, dass eine Entscheidung nicht leichtfertig getroffen werden darf:
„Wir müssen sorgfältig abwägen, welche langfristigen Folgen eine Umwidmung dieser GIB-Fläche für die Gewerbeflächenbilanz der Stadt hat. Ein solcher Schritt darf nur erfolgen, wenn zugleich klare Perspektiven zur Sicherung oder Schaffung neuer Gewerbeflächen bestehen.“

Die FDP/FW-Fraktion wird die Ergebnisse der anstehenden vertieften Prüfungen – insbesondere zu Verkehr, Erschließung, Lärmschutz und regionalplanerischen Auswirkungen – in den politischen Beratungen sorgfältig einbeziehen. Ziel sei eine ausgewogene Entscheidung im Interesse der Stadt Wuppertal, des BHC und der gesamten Bergischen Region.