Bahnverbindung Nijmegen – Kleve

Patrick Döring, MdB, zu Besuch in Kleve
Patrick Döring, MdB, zu Besuch in Kleve
In der Sitzung des Verkehrsausschusses am 08.06.11 wurden den Ausschussmitgliedern die folgenden Informationen zum Abschlussbericht über die Möglichkeiten einer Bahnverbindung Nijmegen – Kleve – Weeze-Airport vorgelegt:

Abschlussbericht (ca. 10 MB)
Evaluierung der Entscheidungsalternativen

Die FDP-Fraktion im Kreistag Kleve hat sich klar für eine Bahnlinie Nijmegen-Kleve ausgesprochen. Sie finden hier eine Stellungnahme der FDP- Kreistagsfraktion und einen Bericht aus der Rheinischen Post vom 19.03.11.

FDP-Fraktion zum Austausch in Nimwegen

In voller Stärke hat die FDP-Fraktion im Regionalrat Düsseldorf an einem „Meinungsaustausch mit der Stadsregion Arnhem/Nijmegen über grenzüberschreitende Entwicklungen und Kooperationsmöglichkeiten“ am 27. Oktober 2010 in Nimwegen teilgenommen.

Nach einer Stadtführung durch Nimwegen standen zahlreiche Vorträge auf dem Programm:

– Die Kernaussagen der Verflechtungsstudie Rot 8
Helmut Hardt, StadtUmBau GmbH, Kevelaer

– Die Bedeutung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit aus Sicht der Stadsregio Arnhem Nijmegen mit Beispielen
Jaap Modder, Vorsitzender des Verwaltungsvorstandes der Stadsregio

– Bilingualität – euregionale Software für euregionales Zusammenleben
Günter Steins, Bürgermeister der Gemeinde Kranenburg

– Die Zusammenarbeit der Hochschule Rhein-Waal mit den niederländischen Hochschulen
Prof. Dr. Marie-Louise Klotz, Präsidentin der Hochschule Rhein-Waal, Kleve

– Emmerich am Rhein und Montferland als grenzüberschreitender Logistik- und Gewerbestandort
Johannes Diks, Bürgermeister der Stadt Emmerich am Rhein
Ina Leppink-Schuitema ,Bürgermeister Gemeente Montferland

– Die Bedeutung des Airport Weeze für die Wirtschaftsentwicklung in der Stadsregio Arnhem Nijmegen
Gert-Jan Oplaat, Vorsitzender Kamer van Koophandel Centraal Gelderland

-„Regionalplan und Regionalentwicklung – was gibt es Neues?“
Holger Olbrich, Leiter der Abteilung Regionale Entwicklung bei der Bezirksregierung Düsseldorf

„Der Austausch hat noch einmal in Erinnerung gerufen, dass der Niederrhein und insbesondere der Klreis Kleve nicht als ländliche Region am Rande Nordrhein-Westfalens liegt, sondern in zentraler Lage zwischen den Ballungsräumen des Ruhrgebietes und der Niederlande“, so FDP-Fraktionschef Otto Laakmann (Moers). „Dies muss zukünftig bei der Regionalplanung stärker berücksichtigt werden. Hinter der niederländischen Grenze liegt kein weißer Fleck, sondern ein auch für die deutschen Städte hoch interessanter Wirtschafts- und Lebensraum.“

FDP besucht Braunkohletagebau Hambach

1307996340-bagger-jpg-thumbDie FDP-Gruppe im gemeinsamen Braunkohlenausschuss der Regionalräte Köln und Düsseldorf besuchte am 01.11.10 den Braunkohlentagebau in Hambach. Die Grube westlich von Bergheim/Erft, nach einem bereits vor Jahren abgebaggerten Ort benannt, wird von RWE-Power ausgebeutet. Sie umfasst zur Zeit eine Fläche von je 6 Kilometern Länge und Breite. Das sind etwa 3800 Hektar. Eine weitere Fläche von etwa 4700 Hektar ist bereits für den Abbau genehmigt. Insgesamt enthält die Lagerstätte rund 2,5 Milliarden Tonnen Kohle. Diese liegt in einer Mächtigkeit von 70 Metern in einer Tiefe von etwa 300 bis 400 Metern variierend unter Sand und Kies.

Das bedeutet, dass riesige Bagger den unbrauchbaren Sand und Kies in großen Mengen schichtweise entfernen müssen, um an die Kohle zu kommen. Das Deck-Material wird von kilometerlangen Förderbändern zu den bereits ausgebeuteten Flächen gebracht und wieder abgelegt, um die Natur wieder herzustellen. So ist im Norden bereits ein attraktives Heidegebiet namens „Sophienhöhe“ entstanden, dass von der Bevölkerung in großem Umkreis erwandert wird.

Die Braunkohle wird ebenfalls über Förderanlagen abtransportiert und mit der werkseigenen „Hambachbahn“ zu den Kraftwerken und Veredelungsbetrieben an der Nord-Süd-Bahn gebracht. Diese Vorgänge wurden der FDP-Gruppe von dem Leiter der Bergbauplanung Michael Eyll-Vetter mit einem detaillierten Vortrag erläutert, ehe man mit einem Geländebus in das Abbaugebiet fuhr.

Dabei beeindruckte die Besucher natürlich zunächst die komplizierte Abbautechnik, die enorme Größe der Baggerfahrzeuge sowie die Tiefe des Eingriffs in die Natur. Größere bereits abgetragene Flächen wurden mit einer Zwischen-Vegetation bepflanzt, um die Abbaukanten zu sichern und Staubentwicklung zu vermeiden. Später werden diese Gebiete in weiteren Planschritten endgültig rekultiviert.

Als weitere technische Herausforderung beschrieb der Vortragende die Handhabung des Grundwassers, das das Abbaugebiet in großen Mengen durchfließt. Es muss abgepumpt und der Natur in gleichem Umfang an anderer Stelle wieder zugefügt werden, um schädliche Auswirkungen auf Flora, Fauna und menschliche Bebauung zu vermeiden.

Umsiedlung sorgfältig planen

Mit der kontinuierlichen Kohleförderung rückt die Grube auch weiter in die bereits genehmigten Flächen nach Südosten vor. Das bewirkt, dass Kreis- und Landstraßen so wie auch die stark befahrene Autobahn A 4 Köln-Aachen in den nächsten 20 Jahren verlegt werden müssen. Aber auch Gemeinden sind von der Verlegung betroffen.

Die Orte Manheim und Morschenich mit zusammen 1800 Bürgern werden ihre Heimat in den nächsten 5 Jahren verlassen müssen und sich einige Kilometer südlich des Abbaugebiets wieder ansiedeln. Die FDP überzeugte sich im Regionalrat und bei dem Abbauunternehmen davon, dass dieser einschneidende Vorgang mit größter Sorgfalt und jeder Vermeidung von Sachschäden für die Betroffenen verläuft. Die persönliche Betroffenheit der einzelnen Menschen, das wurde klar,ist aber mit keiner behördlichen Maßnahme regelbar.

Es kommt darauf an, dass es der vom Braunkohlentagebau betroffenen Bevölkerung ermöglicht wird, die Gewinnung dieses Energieträgers generell zu akzeptieren und im persönlichen Fall an der Realisierung der einzelnen Planungsschritte mitzuwirken. So hatten die Bürger beider Orte vor Kurzem Gelegenheit, unter mehreren angebotenen Bebauungsflächen auszuwählen und sich für einen neuen Wohnsitz zu entscheiden.